Preisverleihung "Heimaterleben 2022"

Einen 1. Preis verdiente sich die Klasse 2dG der Luitpoldgrundschule in Bad Aibling. Die Kinder hatten sich im Fach Heimat und Sachkunde intensiv mit dem Namensgeber ihrer Schule, dem Prinzregenten Luitpold und seiner Zeit auseinandergesetzt. Es entstand eine mehrstöckige, runde „Prinzregententorte“ aus Pappe, liebevoll beklebt mit selbst gemalten historischen Kostümbildern oder Fotos des Prinzregenten mit seinen Liebhabereien und seinem historischen Umfeld. Ausgezeichnet wurde diese von Andrea Maier betreute Arbeit mit dem 1. Preis bei den Grund- und Förderschulen, verbunden mit einem Preisgeld für die Klassenkasse von 500 Euro. Die Urkunde nahmen, stellvertretend für ihre Klassenkameradinnen und Kameraden, die Zwillinge Diana und Dafina entgegen.

Gleich drei Arbeiten vom Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium in Rosenheim belegten bei den Einzelarbeiten der gymnasialen Oberstufen die vorderen Plätze. Alle entstanden im W-Seminar Geschichte, geleitet von Markus Größwang. Da im Schuljahr 2021/22 das Thema „Bayrische Regionalgeschichte“ zwischen 1850 und 1920 auf dem Lehrplan stand, kreisen auch alle drei Arbeiten um diesen Zeitraum.

Detailgetreu und sprachlich auf hohem Niveau zeichnete Coralie Giess in ihrer Arbeit „Salz und Saline in Rosenheim im Königreich Bayern“ die Bedeutung der Salzgewinnung in Rosenheim auf. Vom Bau der Soleleitung bis zur Errichtung der Rosenheimer Saline, vom Herstellungsprozess dieses so wichtigen Grundnahrungsmittels bis zum Energieaufwand, der dafür notwendig war. Dafür erhielt sie den 3. Preis, verbunden mit einem Preisgeld von 150 Euro.

War die Salzgewinnung in Rosenheim über viele Jahrzehnte ein wesentlicher industrieller Faktor, war es die Eisenbahn, die eine Industrialisierung überhaupt erst möglich machte. Deshalb untersuchte Valentin Keil auch deren Bedeutung für die Region unter dem Titel „Industrialisierung in Rosenheim – Wie die Eisenbahn Rosenheim verändert hat“. Dabei schilderte er, bestens recherchiert, wie der Eisenbahnanschluss vom Baubeginn 1854 an über den Bau des ersten Bahnhofs 1858 und den Bau des zweiten 1876 die Stadtentwicklung, die Wirtschaft, das Stadtbild und das Bevölkerungswachstum enorm und nachhaltig beeinflusst haben. Die Jury würdigte die Arbeit von Valentin Keil mit dem 2. Preis, verbunden mit einem Preisgeld von 250 Euro.

Ein äußerst interessantes Kapitel regionaler Geschichte schlug auch Katharina Gartmeier auf mit ihrer Arbeit „Zwischen Königreich und Republik – Die Revolution im Landkreis“. Dabei untersuchte sie die verwickelten politischen Umstände von der Novemberrevolution 2018 bis zum Ende der Räterepublik im Frühjahr 2019. Spannend zu lesen beschreibt sie, welche politischen Kräfte – ob von links oder von rechts – damals in der Region um die Vorherrschaft rangen. In ihrer Arbeit wartet sie mit Details und Namen politischer Führer auf, die selbst Kenner der Materie in Staunen versetzen. Hochverdient erhielt Katharina Gartmeier deshalb dafür den mit 500 Euro verbundenen 1. Preis beim diesjährigen Schülerwettbewerb.