Am 24. Juni 1915 ordnete das bayerische Kriegsministerium an, in Rosenheim für die durchziehenden Truppen- und Gefangenentransporte eine Sanierungsanstalt zu errichten.
Daraufhin wurde bei Fürstätt eine umfangreiche militärische Barackenanlage gebaut, um alle Heeresteile, deren Verschiebung von der Ost- an die Westfront befohlen worden war, sowie die russischen Gefangenen zu "sanieren". Damit sollte die Einschleppung von Kleiderläusen, die den gefürchteten Flecktyphus übertragen, verhindert werden.