Die Nikolauskirche
     
Bis 1602 war die Rosenheimer Nikolauskirche, die als Kapelle dem Hl. Nikolaus geweiht seit dem 14. Jahrhundert bestand, lediglich als Filiale nach Pfaffenhofen eingepfarrt.
Auf Bitten des Marktes und Fürsprache des bayerischen Herzogs wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts der Pfarrsitz jedoch von Pfaffenhofen nach Rosenheim verlegt. Nach dem verheerenden Brand von 1641 mußte die Kirche fast neu aufgebaut werden. Dieser Neubau bestand bis ins 19. Jahrhundert. Erst dann war mit der rasch wachsenden Bevölkerung ein Erweiterungsbau notwendig geworden.
Am 7. Oktober 1883 konnte die umgebaute und seit 1881 wieder eröffnete Nikolauskirche durch Erzbischof Dr. Antonius von Steichele feierlich eingeweiht werden. 1875 war die Kirchenerweiterung beschlossen worden, aus finanziellen Gründen verzögerte sich der erste Spatenstich aber um fünf Jahre. 1878 mußten das Mesnerhaus am Ludwigsplatz und der kleine Garten an der Südseite des Sontheimhauses den geplanten Baumaßnahmen weichen.
© Stadtarchiv Rosenheim