Das Kapuziner-Kloster
     
Im Mai 1606 wurde für das Kapuzinerkloster der Grundstein gelegt. Ein Jahr später konnte das Kloster und die Kirche feierlich durch den Weihbischof Bartholomäus Scholl von Freising eingeweiht werden. Nach einem großen Brand mußte es 1752 wieder neu errichtet werden.

Die Säkularisation bedeutete zunächst das Ende für das Kloster. Im März 1802 wird Rosenheim als Zentralkloster für alle anderen aufgelösten Klöster erklärt. Im Oktober 1803 werden die Kapuzinerpatres ausgewiesen und das kirchliche Inventar versteigert. 1804 werden die Baulichkeiten veräußert und 1808 schließlich die letzten Reste von Kloster und Kirche abgebrochen. An der Stelle des Klosters baut der Staat ab 1808 die königliche Saline Rosenheim, an die noch heute der Salingarten erinnert.
1854 wurde das Kapuzinerkloster an seiner heutigen Stelle neu aufgebaut und die alte St. Sebastianskirche mit einbezogen.



© Stadtarchiv Rosenheim