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Um 1449 erbaute Hanns Stier, ein
reicher Rosenheimer Bürger, auf seinem Grund und an sein Haus
angrenzend eine Kapelle mit drei Altären. Der Grabstein des Stifters
ist links neben dem Altar in die Wand eingelassen. Das Stier-Haus
und die Kapelle zum Heiligen Geist gelangte vermutlich im frühen
18. Jahrhundert in den Besitz der Familie
Stockhammer. Die Kirche war mit einer ewigen Messe ausgestattet,
wobei dieses Benefizium bis zur Säkularisation 1803 aus den Einkünften
unterhalten wurde, welche die Kirche aus ihrem reichen Grundbesitz
in Rosenheim und um Aising und Pang zog.
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Die Kirche war der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht und gehörte
wahrscheinlich zu einem Spital. Darauf deutet eine kleine Figur
mit Krücken hin, die auf dem sog. Lucca-Bild in der Wolfgangskapelle
im ersten Stock der Kirche zu sehen ist. Das Lucca-Bild zeigt einen
bekleideten Kruzifixus inmitten einer gotischen Kirchenarchitektur
und stellt den kostbarsten Schatz der Heilig-Geist-Kirche dar.
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© Stadtarchiv Rosenheim
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